Ein Pastoralkonzept für unsere Gemeinden
Liebe Gemeindemitglieder,
wir stehen mit unserem Glauben in unseren Kirchen und Kirchengemeinden mitten in einem Veränderungsprozess. Gesellschaftliche Veränderungen und finanzielle Zwänge bringen uns in den Gemeinden ins Gespräch über die Verkündigung unseres Glaubens.
Das Pastoralteam und der Pfarrgemeinderat haben deshalb ein Konzept für einen lebendigen Glauben erarbeitet, der in die Stadtteile hinein wirkt. Am 16.12.2011 wurde das Pastoralkonzept in einer Versammlung des Seelsorgebereichs, zu der der Pfarrgemeinderat eingeladen hatte, den Gemeindemitgliedern vorgestellt.
Dieses Konzept dient als Rahmen für
die Seelsorge der nächsten Jahre in unseren Gemeinden. Wir alle sind
aufgerufen und eingeladen, es mit Leben zu füllen, mit zu gestalten und den
Glauben mit zu leben. So wird sich die pastorale Planung auch in Zukunft fortlaufend
weiter entwickeln.
Nachfolgend finden Sie unsere Präsentation zum Nachlesen und weitere
Informationen zur Entwicklung und Erarbeitung des Pastoralkonzeptes der
Katholischen Kirche Derendorf Pempelfort.
Barbara Meier-Beck und Erik Franke, Vorsitzende des Pfarrgemeinderates
| 2011 Dezember | |
| Ein Rahmen für die Seelsorge in unseren Gemeinden, in dem und aus dem heraus Glauben lebendig für alle erwachsen soll |
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| 2011 Juli | Pastoralkonzept – Was ist das genau |
| Aufruf des Pfarrgemeinderates, am Konzept mitzuwirken |
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| 2011 Juni | Pastoralkonzept – Es geht um das Ganze |
| Einführung von Pfarrer Dölle zum Pastoralkonzept |
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| 2011 Mai | Unterwegs - Auf dem Weg zu einem Pastoralkonzept für Derendorf Pempelfort |
| Editorial zum Prozess der Entwicklung eines Pastoralkonzeptes |
Unterwegs - Auf dem Weg zu einem Pastoralkonzept für Derendorf Pempelfort
Vor bald 50 Jahren begann das II. Vatikanische Konzil. Kein Bild ist in den Köpfen der Gläubigen und der Öffentlichkeit so stark hängen geblieben wie das der Kirche auf dem Weg. Da war die Rede vom wandernden Gottesvolk, von der Pilgerschaft, vom Unterwegssein. Kirche öffnete sich und machte sich auf in die Welt. Das berühmte 'Aggiornamento' Papst Johannes XXIII. wurde Wirklichkeit.
Dieses Bild von der Öffnung in die Welt, vom Aufbrechen und Unterwegssein haben wir in der Arbeitsgruppe Pastoralkonzept des Pfarrgemeinderats aufgegriffen und zu unserem Leitbild gemacht. Seit drei Monaten sind wir im
wahrsten Sinn des Wortes unterwegs: die Beschäftigung mit dem Pastoralkonzept führte keineswegs immer geradeaus; es gab Stolpersteine, Hindernisse, Kreuzungen, fehlende Wegweiser; wir blieben stehen, mussten umkehren, neue Wege gehen. Für die Beteiligten ist es auch eine intensive Zeit der Beschäftigung mit dem eigenen Glauben. Und so haben wir uns denn auch darauf verständigt, für wen wir das Pastoralkonzept schreiben: für alle
Menschen guten Willens, für die, die uns nach unserem Glauben fragen, für die, die sich für unseren Glauben interessieren, für die, die mit uns unseren Glauben feiern.
So wird das Pastoralkonzept nach einer Beschreibung des Ist-Zustandes, bei der auch die Trauer über den Verlust von viel Liebgewordenem in den Pfarrgemeinden und Kirchen thematisiert wird, und einer Beschreibung der Bevölkerungsentwicklung in Derendorf und Pempelfort, die Grundvollzüge der Kirche in der 'Feier der Eucharistie', im 'Dienst am Menschen als Diakonie' und im 'Glaubenszeugnis als missionarisches Handeln' in den Mittelpunkt stellen. Auf Grund der zeitlichen Festlegung, spätestens nach den Sommerferien der Gemeinde und allen Menschen guten Willens einen Entwurf präsentieren zu wollen, können nur Teilbereiche der pastoralen Arbeit in den Blickpunkt
genommen werden. So wird es zum Beispiel einen Schwerpunkt in der Beschreibung der Familienpastoral geben.
Weil wir davon überzeugt sind, dass wir ein Produkt haben, von dem eigentlich nur jeder profitieren kann, setzen wir uns dafür ein, dass es besser bekannt und angenommen wird. Die Wege sind andere als vor fünfzig oder zwanzig Jahren. Das Networking ist geblieben, das Einstehen füreinander, das aufeinander Hören, aufeinander Zugehen, einander Mitteilen. Dann wird Kirche zum Sauerteig der Gesellschaft, die gerade zurzeit ganz besonders
nach Ehrlichkeit, Glaubwürdigkeit und sie tragenden Werten sucht.
Dankbar sind wir für alle Hinweise und Anregungen. Sagen Sie uns, woran
wir unbedingt denken sollen.
Sie erreichen uns unter pgr(ät)kath-derendorf-pempelfort.de
Albert Weißenfels, Pfarrgemeinderat
Pastoralkonzept – Es geht um das Ganze
Liebe Gemeindemitglieder,
seit einiger Zeit arbeiten der Pfarrgemeinderat mit dem Pastoralteam und dem Pfarrer zusammen an einem Pastoralkonzept für die Katholische Kirche Derendorf Pempelfort. Hierzu bildete sich eine eigene Steuerungsgruppe, die diesen Prozess gestaltet und mit begleitet.
Im Rahmen des Programms „Wandel gestalten - Glauben entfalten" sind wir dazu aufgefordert, solch ein Konzept für unseren pastoralen Raum mit sechs Gemeinden zu entwickeln und dem Generalvikariat des Erzbistums einzureichen. Dieses Konzept soll dazu dienen, dass unsere pastorale Arbeit eine verantwortbare, grundlegende Ausrichtung, also ein zukunftsfähiges Ziel hat. Wir können und dürfen nicht mehr klein und ausschließlich kirchturmsbezogen planen, denken und arbeiten, sondern wir tragen Verantwortung für einen größeren pastoralen Raum, für ein „Ganzes", welches es zu gestalten, zu entwickeln und aufzubauen gilt. Solche Veränderungsprozesse sind in jeder Hinsicht aufregend und nie leicht. Es gibt Verluste und Abschiede, aber es entsteht auch überraschend Neues. Wir alle tragen Verantwortung für das Ganze und wir alle sind auf je eigene Weise an diesem Übergangs- und Umbauprozess beteiligt und wirken mit an der Kirche in unseren Stadtteilen. Es geht um die Zukunft
eines lebendigen Glaubens, der uns führt und trägt, für den wir stehen und den wir weitergeben können an diejenigen, die nach uns kommen werden. Dies braucht aber auch Gestalt und Form! Die Vorgabe unseres Erzbischofs lautet, die pastorale Arbeit so zu gestalten, dass die Kirche in den Lebenswelten der Menschen wirksam präsent ist, Christus berührbar wird, neues christliches Leben sich entfaltet, Menschen durch ein glaubwürdiges Zeugnis aufmerksam und für Christus und seine Kirche gewonnen werden.
Bitte sprechen Sie zu Ihren Anregungen und Ideen mit den von Ihnen gewählten Mitgliedern unseres Pfarrgemeinderates. Wir werden immer wieder darüber informieren und zu gegebener Zeit den Entwurf des Konzepts vorstellen und mit Ihnen bedenken!
Es grüßt Sie in herzlicher Verbundenheit
Ihr Pastor Heribert Dölle
Pastoralkonzept – Was ist das genau
Liebe Gemeindemitglieder,
das Pastoralkonzept ist eine „Wegbestimmung", ein Plan für die Zukunft, der Antwort gibt auf Fragen wie:
- Wo wollen wir als katholische Kirche in Derendorf/Pempelfort hin
in den nächsten 5-10 Jahren?
- Wie sollen unsere sechs Gemeinden dann aufgestellt sein?
- Wo setzen wir bei immer knapper werdenden persönlichen und finanziellen Mitteln unsere Schwerpunkte?
Manche sprechen deshalb auch von einem „Leitbild".
Warum machen wir das?
Viele von uns sind seit Jahren mit ihrer Kirchengemeinde eng verbunden. Hier leben wir Gemeinsamkeit im Glauben mit Menschen, die uns vertraut sind. Das ist auch ein Stück Heimat, an dem das Herz hängt. Aber auch das ist unsere Realität: Die Zahl der Katholiken sinkt fortlaufend. Die Kirchenbesucher werden immer weniger. Die Entwicklung der Priesterzahlen ist dramatisch. Davor können wir die Augen nicht verschließen.
Dabei gibt es auch heute eine große Sehnsucht nach Spiritualität, Ritualen und Werten. Viele, auch junge Menschen, fragen nach dem Sinn in ihrem Leben. Wir müssen uns überlegen, wie wir jenseits unserer Kerngemeinde auch Menschen erreichen, die vielleicht nicht von Kind auf in der katholischen Kirche groß geworden sind, die zunächst fremd sind, die Suchenden. Wir wollen in unserem Viertel wieder eine Rolle spielen und auch nach außen als Christen erkennbar sein.
Kardinal Meisner hat alle Seelsorgebereiche des Bistums aufgefordert, sich neu auszurichten und ihre Zukunft mit einem Pastoralkonzept zu planen.
Wie gehen wir vor?
Wenn man sich mit dem Auto auf einen unbekannten Weg macht, gibt man ein Ziel in den Navigator ein. So behält man den Endpunkt der Fahrt im Auge und braucht nicht an jeder Ecke neu zu überlegen, wo es denn lang geht.
Beim Pastoralkonzept ist es ähnlich. Wir definieren unseren Ausgangspunkt und was uns wichtig ist, was unterwegs keinesfalls verloren gehen soll. Dann legen wir die Ziele fest, die wir in den nächsten Jahren erreichen wollen. Schließlich gilt es, den Weg auszuwählen, die konkreten Schritte und Maßnahmen, die zum Ziel führen.
Für diese Art „Routenplanung" hat der Pfarrgemeinderat eine Steuerungsgruppe gebildet (Pfr. Dölle, Ulrike Krippendorf, Barbara Meier-Beck, Angelika Peters, Pfr. Troesser, Albert Weißenfels). Oft reden wir uns die Köpfe heiß über den richtigen Weg. Aber das gehört dazu - zwischendurch innehalten und sich noch mal umdrehen, dient der eigenen Vergewisserung.
Gehen Sie mit?
Kirche lebt nicht allein durch den Pfarrer oder die Gremien. Kirche sind wir alle! Planen Sie mit, damit das, was Ihnen wichtig ist, bedacht wird. (Kontakt: pgr@kath-derendorf-pempelfort.de oder über Ihre Mitglieder des Pfarrgemeinderates).
Barbara Meier-Beck, Pfarrgemeinderätin
