Die Orgeln
Herz Jesu Turmorgel
Herz Jesu Chororgel
Heilige Dreifaltigkeit
Heilig Geist
Sankt Adolfus
Sankt Lukas
Sankt Rochus
Setzeranlage Turmorgel Herz Jesu (2008)
32´- Register Turmorgel Herz Jesu (2010)
Bilder vom Bau, Transport und Aufbau des neuen 32´-Registers
Herz Jesu Turmorgel
Klaus Becker, Kupfermühle
Foto Marcel Brenneke
Hauptwerk Rückpositiv Schwellwerk Pedal
Pommer 16´ Holzgedackt 8´ Quintadena 16´ Untersatz 32´
Prinzipal 8´ Prinzipal 4´ Prinzipal 8´ Prinzipal 16´
Rohrflöte 8' Flöte 4´ Bleigedackt 8´ Subbass 16´
Oktave 4´ Flageolet 2´ Gambe 8´ Prinzipal 8´
Blockflöte 4´ Nasat 1 1/3´ Schwebung 8´ Gedackt 8´
Quinte 2 2/3´ Oktave 1´ Prinzipal 4´ Choralbass 4´
Superoktave 2´ Scharf 3-f. 2/3´ Nachthorn 4´ Bassflöte 4´
Terz 1 3/5´ Bärpfeife 16´ Quinte 2 2/3´ Rauschpfeife
Mixtur 4-f. 1 1/3´ Musette 8´ Schwiegel 2´ Mixtur 4-f. 2´
Scharf 4-f. 1´ Tremulant Terz 1 3/5´ Posaune 16´
Trompete 8´ Mixtur 4-f. 2´ Trompete 8´
Span. Trompete 4´ Terzzimbel 3-f. 1/4´ Trompete 4´
Basson 16´
Hautbois 8´
Clairon 4´
Tremulant
48 Register
Baujahr 1986
Mechanische Spieltraktur
Mechanische Registertraktur
Schleifladen
Elektronische Setzeranlage mit Sequenzer
(4000 Speichermöglichkeiten + Speicherkarten)
Koppeln mechanisch: I/Ped. II/Ped. III/Ped. III/I I/II III/II
Koppeln elektrisch: III/II III/II 4´ III/II 16´
Herz Jesu Chororgel
Klaus Becker, Kupfermühle
Hauptwerk Brustwerk Pedal
Prinzipal 8´ Gedackt 8´ Subbass 16´
Rohrflöte 8` Spitzflöte 4´ Prinzipal 8´
Oktave 4´ Prinzipal 2´ Gedackt 8´
Gedackt 4´ Quinte 1 1/3´ Gemshorn 4´
Waldflöte 2´ Scharf 3-fach 1´ Mixtur 3-fach 2´
Sesquialter 2-f. Krummhorn 8´ Fagott 16´
Mixtur 4-fach 1 1/3´ Tremulant
Trompete 8´
Clarine 4´
21 Register
Baujahr 1982
Barocke Fassade, Norddeutschland um 1760
Mechanische Spieltraktur
Mechanische Registertraktur
Schleifladen
Koppeln: I/Ped., II/Ped., II/I
Heilige Dreifaltigkeit
Romanus Seifert & Sohn
Foto Marcel Brenneke
| Hauptwerk | Positiv | Schwellwerk | Pedal | ||||
| Gedacktpommer 16´ | Gedackt 8´ | Hornprincipal 8´ | Prinzipalbass 16´ | ||||
| Principal 8´ | Quintatön 8´ | Flöte 8´ | Subbass 16´ | ||||
| Gemshorn 8` | Blockflöte 4´ | Weidenpfeife 8´ | Quintbass 10 2/3´ | ||||
| Viola da Gamba 8´ | Principal 2´ | Principal 4´ | Oktavbass 8´ | ||||
| Oktave 4´ | Nasat 1 1/3´ | Querflöte 4´ | Gedacktbass 8´ | ||||
| Rohrflöte 4´ | Scharf 3-4 fach | Quinte 2 2/3´ | Choralbass 4´ | ||||
| Schwegel 2´ | Krummhorn 8´ | Nachthorn 2´ | Flachflöte 2´ | ||||
| Sesquialter 2-f. | Cymbel 2 fach | Hintersatz 4-fach | |||||
| Mixtur 5-6 f. | Mixtur 5-fach | Posaune 16´ | |||||
| Trompete 16´ | Fagott 16´ | Basstrompete 8´ | |||||
| Trompete 8´ | Schalmei 8´ | ||||||
| Clairon 4´ | |||||||
| Tremulant |
40 Register
Baujahr 1959
Elektrische Spieltraktur
Elektrische Registertraktur
Kelgelladen
Handregister, 2 freie Kombinationen, Pedalkombination
Koppeln: I/Ped., II/Ped., III/Ped. III/II, III/I, II/I
Heilig Geist
Johannes Klais
Hauptwerk Positiv Schwellwerk Pedal
Pommer 16´ Holzgedackt 8´ Rohrflöte 8´ Prinzipal 16´
Principal 8´ Spillpfeife 4´ Viola da Gamba 8´ Untersatz 16´
Gemshorn 8` Principal 2´ Principal 4´ Oktav 8´
Oktav 4´ Sifflöte 1 1/3´ Quintade 4´ Rohrgedackt 8´
Traversflöte 4´ Non 8/9´ Waldflöte 2´ Choralbass 4´
Nasard 2 2/3´ Cymbel 3-fach 1/2´ Oktav 1´ Nachthorn 2´
Superoktav 2´ Ducianregal 16´ Sesquialter 1-3 f. Rauschpfeife 2-f. 2´
Mixtur 5-fach 1 1/3´ Musette 8´ Scharf 4-5-f. 1´ Stillposaune 16´
Trompete 8´ Tremulant Schalmey 8´
Tremulant
34 Register
Baujahr 1967
Mechanische Spieltraktur
Elektrische Registertraktur
Schleifladen
Handregister, 2 freie Kombinationen, Pedalkombination
Koppeln: I/Ped., II/Ped., III/Ped. III/II, II/I, III/I
Sankt Adolfus
Romanus Seifert & Sohn
Hauptwerk Rückpositiv Schwellwerk Pedal
Quintadena 16´ Rohrgedackt 8´ Prinzipal 8´ Principalbass 16´
Principal 8´ Weidenpfeife 8´ Lieblich Gedackt 8´ Quintbass 10 2/3´
Gemshorn 8` Principal 4´ Violflöte 8´ Subbass 16´
Flöte 8´ Hornprinzipal 4´ Flötenschwebung 8´ Zartbass 16´
Oktave 4´ Nasard 2 2/3´ Nachthorn 4´ Octavbass 8´
Rohrflöte 4´ Kleinprinzipal 2´ Quintatön 4´ Bassflöte 8´
Superoktave 2´ Terz 1 3/5´ Blockflöte 2´ Choralbass 4´
Hohlflöte 2´ Scharf 4-f. 1´ Principal 1´ Oktave 2´
Rauschpf. 2 2/3´ Krummhorn 8´ Mixtur 5-f. 1 1/3´ Hintersatz 5-f. 2 2/3´
Mixtur 5-f. 2´ Tremulant Dulcian 16´ Posaune 16´
Trompete 16´ Schalmei-Oboe 8´ Basstrompete 8´
Kupfertrompete 8` Kropftrompete 4´ Trompete 4´
Clairon 4´ Tremulant
46 Register
Baujahr 1952
Elektrische Spieltraktur
Elektrische Registertraktur
Kegelladen
Elektronische Setzeranlage
Sankt Lukas
Gebrüder Späth
Hauptwerk Brustwerk Pedal
Gedacktpommer 16´ Rohrflöte 8´ Subbass 16´
Prinzipal 8´ Dolkan 4´ Prinzipalbass 8´
Holzgedackt 8` Schweizerpfeife 2´ Gedacktbass 8´
Oktave 4´ Quintlein 1 1/3´ Piffaro 4´
Gemshorn 4´ Scharff 2-fach 1´ Lieblich Posaune 16´
Superoktave 2´ Hautbois 8´
Cornett 3-fach 2 2/3´ Tremulant
Mixtur 4-fach 1 1/3´
Span. Trompete 8´
20 Register
Baujahr 1972
Elektrische Spieltraktur
Elektrische Registertraktur
Kegelladen
Handregister, 2 freie Kombinationen
Koppeln: I/Ped., II/Ped., II/I
Sankt Rochus
Walker & Cie.
Hauptwerk Schwellwerk Pedal
Gedeckt 16´ Rohrflöte 8´ Subbass 16´
Prinzipal 8´ Weidenpfeife 8´ Gedacktbass 16´
Holzgedackt 8` Prinzipalflöte 4´ Prinzipalbass 8´
Oktave 4´ Superoktave 2´ Gedacktbass 8´
Koppelflöte 4´ Sifflöte 1 1/3´ Choralbass 4´
Feldflöte 2´ Scharff 4-fach Bassflöte 2´
Sesquialter 2-f. Oboe 8´ Fagottbass 16´
Mixtur 5-f. Tremulant
Trompete 8´
Tremulant
23 Register
Baujahr 1982
Elektrische Spieltraktur
Elektrische Registertraktur
Kegelladen
Handregister, 2 freie Kombinationen
Koppeln: I/Ped., II/Ped., II/I
Setzeranlage Turmorgel Herz Jesu
Eine Setzeranlage ermöglicht das
Abrufen von vorher einprogrammierten Registerkombinationen, d.h. die
Registerknöpfe bewegen sich wie von Geisterhand. Damit wurde die 1986
nach ihrem Umbau neu eingeweihte Orgel der Herz Jesu Kirche
vervollständigt und in einen zeitgemäßen Zustand versetzt.
Die Hauptorgel, erbaut von der Orgelbaufirma Becker, einem kleinen
Familienbetrieb in Kupfermühle in Schleswig-Holstein, ist ein rein
mechanisch betriebenes Instrument. Das bedeutet, dass außer der
Versorgung der Pfeifen mit Luft durch zwei riesige elektrisch
betriebene Ventilatoren alle Funktionen mechanisch ausgeführt werden.
Wird ein Ton gespielt, öffnet der Organist mit der Taste, die über eine
Holzstäbchenkonstruktion mit einem Ventil unter der Pfeife verbunden
ist, die Luftzufuhr. Der Ton erklingt.
Ebenso ist es mit dem Einschalten der Register. Als Register bezeichnet
man die Pfeifen, die zusammen gehören. Jede Pfeife kann nur einen
bestimmten Ton hervorbringen. Schaltet man nun z.B. das Register
„Trompete" ein, gehören dazu 56 Pfeifen, wovon jede einzelne den
Trompetenklang hat, aber jede in ihrer eigenen Tönhöhe. Die Pfeifen
eines Registers unterscheiden sich also nur in der Länge. Die größte
hat den tiefsten Ton, die kleinste den höchsten.
Die Turmorgel hat 47 Register und somit ungefähr 3500 solcher Pfeifen.
Es gibt die Möglichkeit, die Register einer Orgel immer wieder neu zu
kombinieren. Theoretisch hat die Herz Jesu Kirchenorgel
2.5862324151116818e+59 - also unvorstellbar viele
Kombinationsmöglichkeiten (Die Schreibweise xE+y steht für x*10y. Es
müssen der Zahl also noch 59 Nullen hinzugefügt werden).
Beim Klangfarbenwechsel ist der Organist also schnell überfordert. Das
ist sogar schon beim Wechsel der Register zwischen Liedvorspiel und
Liedbegleitung der Fall.
Die Setzeranlage ermöglicht es, mit einem Knopfdruck per Hand oder Fuß
eine vorher programmierte Einstellung abzurufen. Die neue Anlage
ermöglicht nun 4000 solcher Programmierungen, die mit Speicherkarten
unbegrenzt erweitert werden können.
Damit das in einer rein mechanischen Orgel funktionieren kann, musste
zunächst jeder einzelne Registerknopf mit einem starken Schaltmagneten
ausgerüstet werden, der die Bewegung des Registerknopfes ausführt. Erst
jetzt kann die unglaubliche Vielfalt der Klangmöglichkeiten genutzt
werden.
Dieses umfangreiche und kostspielige Projekt konnte nur verwirklicht werden, weil sich im Jubiläumsjahr 2007 ein privater Spender bereit erklärte, diesen längst überfälligen Einbau zu finanzieren.
32´- Register Turmorgel Herz Jesu
Die Tonhöhe von Orgelregistern wird im alten Längenmaß "Fuß" angegeben. Ein Fuß entspricht etwa 30 Zentimeter. Je länger die Pfeife ist, desto tiefer klingt der Ton und umgekehrt.
Jedes Orgelregister wird nach der Länge seiner größten Pfeife (also seines tiefsten Tones) angegeben. Die „normale" Tonhöhe besitzt ein 8´-Register. Es entspricht in der Tonhöhe dem Klavier. Ein 4' erklingt genau eine Oktave höher, ein 16' genau eine Oktave tiefer als ein 8´-Register. Ein 32'-Register erklingt sogar zwei Oktaven tiefer. Der tiefste Ton dieses Registers hat eine Frequenz von 16 Hz und eine Wellenlänge von über 38 Metern. Der Ton kann sich nur in einem Raum von entsprechender Größe entwickeln. Mit 16 Schwingungen in der Sekunde wird die untere Hörgrenze erreicht. Zum Vergleich: das tiefste Streichinstrument im Orchester, der Kontrabass, entspricht nur einem 16´- Register. Die Orgel ist das einzige Musikinstrument, dass den gesamten vom Menschen hörbaren Frequenzbereich, abdeckt.
Ein 32'-Register besitzt eine enorme Größe. So ist die größte Pfeife mit Pfeifenfuß und Stimmschlitz effektiv etwa 11 Meter lang. Man bedient sich allerdings eines physikalischen Tricks. Die Pfeife wird an ihrem oberen Ende verschlossen, die auftreffende Schallwelle wird reflektiert und schwingt in der doppelten Länge. Die Pfeife muss also „nur" noch eine Länge von ca. fünfeinhalb Metern haben, um einen Ton mit 16 Hz zu erzeugen.


