Exerzitien - Die Suche nach der ganz anderen Erfahrung
Es gibt die verschiedensten Formen, in denen Exerzitien gegeben werden. Ihre ursprüngliche Form geht zurück auf eine Erfahrung, die Ignatius von Loyola (1491-1556) an einem Wendepunkt seines Lebens, in dem spanischen Ort Manresa gemacht hat. Wir würden heute sagen, er befand sich in einer existenziellen Krise. In einem leidvollen und langwierigen spirituellen Prozess gelang es ihm, sich aus seiner Krise herauszuarbeiten. Diesen Prozess beschreibt er in seinem Exerzitienbuch „Geistliche Übungen".
Exerzitien sind ein Kernstück der ignatianischen Spiritalität. Es sind keine Entspannungstechniken, keine Wohlfühlkurse, sondern sie wecken und lösen in mir einen Prozess aus in der Entwicklungslinie eines autonomen und subjektiv orientierten geistlichen Lebens.
- Exerzitien sind Zeiten des Schweigens und der Stille.
- Exerzitien sind Zeiten des Gebetes, der Besinnung auf das eigene Leben. In der Regel gibt es vier tägliche kurze Impulse und vier Meditationszeiten.
- Exerzitien sind Zeiten des täglichen Gesprächs mit dem geistlichen Begleiter bzw. der geistlichen Begleiterin.
- Es gibt 30- tägige, acht-tägige Exerzitien und solche von nur einigen Tagen.
Die Gemeinde St. Peter in Köln bietet über das Jahr verteilt unter dem Namen MANRESA, vier bis fünf tägige Exerzitien an, welche ich (Pfr. H. Dölle), von Anfang als Exerzitienbegleiter mitgetragen habe. Zur Zeit werden diese von Pater Werner Holter SJ und mir angeboten. Zu diesem Angebot sind selbstverständlich alle Interessierten unserer Gemeinden herzlich eingeladen! Informationen darüber erhalten Sie über Frau A. Berger, Tel. O221/935583-0; Fax - 19;
Mail: adelheidb@online.de oder manresa@sankt-peter-koeln.de
